Löhne. Bereits seit der Corona-Pandemie kooperiert der Volksbund im Bereich seiner historisch-politischen Bildung mit der Volkshochschule (VHS) in Löhne. Angesichts des aktuellen Volksbund-Schwerpunktthemas „Wege zum Frieden. Kriegsfolgen und Friedensprozesse“ fand jetzt ein spannender Vortrag zur Geschlechterordnung von Gewalterfahrungen statt. Lesen Sie dazu den folgenden Kurzbericht der VHS.
"Am 18. März war die Historikerin Claudia Kemper vom LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte zu Gast in Löhne. In ihrem Vortrag stellte sie die verbreitete Gegenüberstellung von ‘männlichem Krieg’ und ‘weiblichem Frieden’ kritisch infrage und zeigte, dass die Realität von Gewalt deutlich komplexer ist: Frauen können ebenso an Gewalt beteiligt sein, während Männer auch zu den Opfern zählen können. Im Fokus stand die enge Verbindung zwischen Geschlechterordnung und Gewalt - auch über Konflikte hinaus. Kemper betonte: ‘Denn eine geschlechtergerechte Politik trägt erwiesenermaßen zur Reduzierung geschlechtsspezifischer Gewalt bei und ein geschlechtergerechtes Zivilleben kann die generelle Gewalttätigkeit der betreffenden Gesellschaft abmildern.’
Die Veranstaltung, organisiert in Kooperation der VHS Löhne mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., regte zu einer differenzierten Auseinandersetzung mit dem hochaktuellen Thema an.“
Foto und Text: Stefanie Voß (Leiterin der VHS Löhne)