Die Kriegsgräberstätte auf dem Nordfriedhof Bonn
Anmeldung: Regionalgeschäftsstelle Rheinland (E-Mail: rg-rheinland@volksbund.de; Tel. 0221/25 73 295)
Spurensuche auf dem Bonner Nordfriedhof
Zu einer besonderen Spurensuche auf dem Bonner Nordfriedhof lädt der Volksbund am 20. September, 10 Uhr, herzlich ein. Im Mittelpunkt des 90-minütigen Rundgangs steht die größte Kriegsgräberstätte im Bonner Stadtgebiet. Björn Dzieran, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum Bonn, erläutert ihre Entstehung, Entwicklung und Bedeutung für die lokale, aber auch in der bundesweiten Gedenkkultur.
Darüber hinaus legt er den Ereignissen der letzten Kriegswochen und den tiefgreifenden Veränderungen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs dar. Am 21. März 1945 nahmen alliierte Truppen die Stadt ein. Bereits wenige Tage zuvor waren umliegende Orte besetzt worden. Für die Bevölkerung sowie für die Zehntausenden in der Region festgehaltenen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen bedeutete dies einerseits das Ende von Krieg, Unterdrückung und nationalsozialistischer Herrschaft; andererseits aber auch Unsicherheit: Die Versorgung der Bevölkerung musste sichergestellt, zerstörte Strukturen wieder aufgebaut und neue Perspektiven für ein friedliches Zusammenleben geschaffen werden.
Die Spurensuche auf dem Nordfriedhof macht diese bewegende Zeitgeschichte vor Ort anhand persönlicher Schicksale und Anekdoten erlebbar. Der Rundgang bietet die Gelegenheit, Geschichte unmittelbar vor Ort zu entdecken und den Friedhof mit anderen Augen zu sehen.
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Das gesamte Veranstaltungsprogramm finden Sie unter folgendem Link: Programm Ge(h)denken! 2026