Männlicher Krieg und weiblicher Frieden?
In Kriegen und Gewaltkonflikten gehören Zivilisten, darunter vor allem Frauen, zu den regelmäßigen Opfern von Gewalt. In den militärischen Kampfeinheiten dienen wiederum hauptsächlich Männer. Diese Tatsache wird in der öffentlichen Wahrnehmung jedoch reduziert auf eine stumpfe Gegenüberstellung: Männlicher Krieg und weiblicher Frieden, sprich männliche Täterschaft und weibliche Friedfertigkeit. Tatsächlich entspricht die Wirklichkeit von Gewalt und Gewalterfahrungen nicht dieser strikt bipolaren Rollenverteilung. Dr. Claudia Kemper, die am LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte in Münster als wissenschaftliche Referentin arbeitet, diskutiert die Komplexität von Geschlechterordnung und Gewalt und wie diese sich fortsetzt, wenn die Gewalt längst beendet ist oder weit entfernt stattfindet.
Eintritt: Für den Vortrag, der in Kooperation mit der Volkshochschule Löhne stattfindet, wird kein Eintrittsgeld erhoben. Um die Resonanz auf die Veranstaltung im Vorfeld abschätzen zu können, wird um Anmeldung unter der Mail-Adresse jens.effkemann@volksbund.de gebeten.
Kursort: 1. UG, vhs-Forum, Alte Bünder Straße 14, 32584 Löhne